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Die Wichtigkeit von User Experience in unserer digitalen Ära ist unbestreitbar. Und genauso wichtig ist das UX-Texten – die sprachliche Schnittstelle zwischen Produkt und User. Hier unsere 5 Tipps.

1. Kenne deine User

Klingt logisch, wird aber oftmals vergessen. Ein Produkt hat das Ziel, den Ansprüchen und Bedürfnissen der User-Zielgruppe gerecht zu werden. Dafür muss aber klar sein, wer überhaupt angesprochen wird. Das gleiche gilt für das Texten. Für ein effektives UX-Texten musst du deine User kennen. Dabei geht es nicht nur darum sich durch Analytics und Statistiken zu wühlen, sondern ein klares Bild deines User vor Augen zu haben. User-Befragungen sind hierzu eine sinnvolle Methode. Wer seine User versteht, weiss welche Sprache und Tonalität sie am besten anspricht. Ob du oder Sie, humorvoll oder neutral, mit Emojis oder so reduziert wie möglich.

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Ein Beispiel von Crafft: Es galt, zwei Studien im Auftrag von Schweiz Tourismus und Seilbahnen Schweiz aufzubereiten für alle, die im Wintertourismus tätig sind, also User von der Tourismusfachfrau in St. Moritz bis zum Restaurateur in Pizol.

2. UX ist interdisziplinär

Designer und Texter mögen am gleichen Produkt arbeiten, doch die Vorstellung, wie dieses aussehen soll sind oftmals sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, dass beide zusammen statt unabhängig voneinander arbeiten. Text und Design müssen Hand in Hand gehen. Das heisst, die Länge der Texte und die Textstruktur haben einen direkten Einfluss auf den Seitenaufbau. Durch das Design kann der Text hervorgehoben werden, Illustrationen und Videos fördern das Verständnis des Geschriebenen. Designer sollten die Perspektive des Texters verstehen und umgekehrt. Je früher im Prozess beide Seiten kollaborieren und Kompromisse schliessen, desto besser. Eine enge Kollaboration macht den Unterschied zwischen einem guten Produkt und einem grossartigen.

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In unserem Beispiel haben Texter und Designer die Studien in kleine Häppchen portioniert und die wichtigsten Befunde als Grafiken aufbereitet. Das Fazit der Studie, 10 Chancen für den Wintertourismus, wurden mit Illustrationen auf den Punkt gebracht.

3. Einfach ist besser

Beim Texten gilt: Keep it simple. Die Botschaften sollen für den Usern so klar wie möglich sein. Komplizierte Formulierungen und unklare Messages frustrieren den User. Oftmals bricht er den Prozess ab, wenn er eine Information nicht versteht. Um die User Experience so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollten alle kommunikativen Stolpersteine beseitigt werden. Konkret heisst das: Doppelnegationen, Redundanz und Fremdwörter vermeiden, dafür klar und reduziert kommunizieren.

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Pro Botschaft einen Abschnitt oder eine Unterseite, einfache Sätze, auf wenig geläufige Fachbegriffe verzichten – das waren die gesetzten Ziele für die Texte auf der Microsite für den Wintertourismus.

4. Weniger ist mehr

Kaum ein User liest einen Text im Detail, er scannt ihn. Indem du kurze Sätze und Wörter benutzt und den Text in Blöcke unterteilst, erleichterst du dem User das Verarbeiten der Information. Dabei ist es wichtig, sich auf die Kernbotschaften zu fokussieren und dem User nur eine Message auf einmal zu übermitteln, um ihn nicht zu überfordern.

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Grosse Titel mit deutlichen Aussagen, kurze Blöcke, die optisch voneinander abgehoben sind, zudem fast jeder Block oder jede Unterseite illustriert, lautete im Beispiel unser Rezept.

5. Bleib positiv

‘Kann-ich’-Sprache kommt beim User besser an als ‘Kann-ich-nicht’. Eine aktive und positive Sprache wirkt sich positiv auf die Wahrnehmung des Produkts und das Unternehmen aus. Weiter stärkt eine positive Assoziation und Botschaft die User-Beziehung und animiert die User zum interagieren.

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Positiv bleiben war für Schweiz Tourismus einfach umzusetzen, da das Fazit der beiden Studien aus 10 Chancen für den Wintertourismus bestand. Diese 10 Chancen stehen im Mittelpunkt der Microsite.